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Loricaria Rio Atabapo, lg (Zügelstrich-Hexenwels)
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Gattungsbeschreibung: Loricaria Rio Atabapo, lg (Zügelstrich-Hexenwels)
| Name: | Zügelstrich-Hexenwels, lg Loricaria Rio Atabapo, lg |
| Verkaufsgröße: | 6 - 9cm - deutsche Nachzucht (DNZ) |
| Bestellmenge | 1 Stück |
| Herkunft: | Kolumbien, Venezuela |
| Gesellschaftsaquarium: | sehr gut geeignet (ruhig und friedlicher Algenfresser) |
| Wasser: | weich - mittelhart, pH ca. 6,0 - 7,2 |
| Temperatur: | 24°-27° Celsius |
| Beckengröße: | ab 80 cm, möglichst in Gruppen ab 2-4 Exemplaren |
| Bepflanzung wichtig: | dichte Bepflanzung, einige Wurzeln, einige Steinplatten |
| Futter: | Flockenfutter, Granulatfutter, Frostfutter, Spirulina-Welstabletten, Spinat, Zucchini, Gurke |
| Zucht möglich: | nicht sehr schwierig, wenn Wasserverhältnisse passen! |
| Garnelenverträglich: | Ja |
| Größe: | 15 - 18cm |
Bemerkung: Zügelstrich-Hexenwels lg, Loricaria Rio Atabapo, lg
Loricaria Rio Atabapo ist ein schlanker, langgestreckter Harnischwels aus der Familie Loricariidae. Die Art gehört zu den sogenannten Hexenwelsen (Loricariinae) und fällt im Aquarium vor allem durch ihre ungewöhnliche Körperform, die ruhige Lebensweise und ihre hervorragende Tarnung auf.
Der typische Körperbau ist das auffälligste Merkmal. "Loricaria Rio Atabapo" besitzt einen sehr langen, dünnen Körper, einen abgeflachten Kopf und ein relativ kleines Saugmaul. Anders als viele kräftig gebaute Ancistrus-Arten wirkt dieser Wels fast zerbrechlich.
Die Färbung ist meist unauffällig grau-, beige- oder bräunlich, wodurch die Tiere zwischen Sand, Holz und Laub hervorragend getarnt sind. Je nach Stimmung, Untergrund und Herkunft kann die Zeichnung deutlich variieren.
Die langen Flossen und der schmale Körper unterstützen die typische „Zweige-im-Wasser“-Optik. Gerade auf Wurzeln oder Ästen ist ein ruhender Loricaria deshalb manchmal kaum zu erkennen.
Besonderheiten zur Pflege
"Loricaria Rio Atabapo" ist ausgesprochen friedlich und wenig territorial. Innerartlich können die Tiere problemlos zusammen gehalten werden, sofern das Aquarium ausreichend Grundfläche und Versteckmöglichkeiten bietet.
Typisch ist ein ruhiges Verhalten: Die Tiere liegen häufig auf Holz, Steinen oder dem Bodengrund und bewegen sich eher langsam. Bei Gefahr verlassen sie sich zunächst auf ihre Tarnung.
Mit anderen friedlichen südamerikanischen Fischen lässt sich die Art sehr gut vergesellschaften. Aggressive oder sehr hektische Arten sind dagegen weniger geeignet, weil die ruhigen Loricariinen bei der Futteraufnahme leicht verdrängt werden können.
Für eine artgerechte Haltung sollte das Aquarium vor allem Grundfläche und strukturierte Einrichtung bieten.
- Ideal sind:
- feiner Sand oder sehr feiner, abgerundeter Kies
- zahlreiche Wurzeln und Äste
- flache Steine
- Laub bzw. Laubschichten
- schattige Bereiche
- Pflanzen, insbesondere Aufsitzerpflanzen
- moderate Strömung
- gute Sauerstoffversorgung
Besonders schön wirkt ein Aquarium mit Wurzelholz und dünnen Ästen, zwischen denen die Tiere sitzen können. Das entspricht ihrem natürlichen Erscheinungsbild und bietet gleichzeitig Deckung.
Eine starke Beleuchtung ist nicht grundsätzlich problematisch, allerdings sollte es genügend Schattenplätze geben.
Ernährung der Zügelstrich-Hexenwelse
Hier liegt ein wichtiger Unterschied zu der häufigen Annahme, Harnischwelse würden sich hauptsächlich von Algen ernähren.
Loricaria atabapo sollte nicht als reiner Algenfresser betrachtet werden.
Eine abwechslungsreiche Ernährung ist wie folgt zu empfehlen:
- Pflanzlich:
- überbrühte Zucchini
- Gurke
- Kürbis
- Spinat
- Brennnessel
- Gemüsechips
- Spirulina-basierte Futtermittel
- Zusätzlich:
- hochwertige Wels-Tabs
- sinkendes Granulat
- Frostfutter in kleinen Mengen
- gelegentlich tierisches Protein
Auch Holz sollte im Aquarium vorhanden sein. Es dient nicht nur als Einrichtung, sondern gehört bei vielen Loricariinen zum natürlichen Lebensraum und bietet zusätzlich Aufwuchs und Mikroorganismen.
Wichtig: Gemüse sollte nach einigen Stunden wieder entfernt werden, damit es das Wasser nicht unnötig belastet.
Hinweis zur Nachzucht
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich bei ausgewachsenen Tieren relativ gut unterscheiden.
Bei geschlechtsreifen Männchen können sich insbesondere am Kopf und an den Brustflossen feine odontodenartige Borsten entwickeln. Weibchen wirken häufig etwas voller, insbesondere im Bauchbereich.
Die sichere Geschlechtsbestimmung gelingt meist erst bei entsprechend großen und geschlechtsreifen Exemplaren.
Zucht
Die Fortpflanzung entspricht grundsätzlich dem für Loricariinen typischen Muster.
Das Männchen übernimmt nach der Eiablage die Brutpflege. Die Eier werden an einer geeigneten Oberfläche abgelegt, beispielsweise an einer geschützten Stelle zwischen Holz oder in einer engen Höhle.
Für eine erfolgreiche Zucht sind vor allem wichtig:
- sehr gute Wasserqualität
- ausreichend Sauerstoff
- abwechslungsreiche Ernährung
- geeignete Laichplätze
- Ruhe
- regelmäßige Wasserwechsel
Eine leichte Veränderung der Wasserparameter bzw. ein größerer Wasserwechsel kann bei vielen südamerikanischen Welsen zusammen mit guter Konditionierung den Fortpflanzungstrieb stimulieren.